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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß

Clemens Brentano (Maria)

Lureley

Singet leise, leise, leise,
Singt ein flüsternd Wiegenlied,
Von dem Monde lernt die Weise,
Der so still am Himmel zieht.
5 Denn es schlummern in dem Rheine
Jetzt die lieben Kindlein klein,
Amelya wacht alleine
Weinend in dem Mondenschein.
Singt ein Lied so süß gelinde,
10 Wie die Quellen auf den Kieseln,
Wie die Bienen um die Linde
Summen, murmeln, flüstern, rieseln.





Entstehungsjahr: um 1811
Erscheinungsjahr: 1846
Aus: Gedichte 1804-1815
Referenzausgabe:
Wolfgang Frühwald (Bd. 1) / Bernhard Gajek (Bd. 1) / Friedhelm Kemp (Bd. 1): Clemens Brentano. Werke, Bd. 1. Carl Hanser Verlag, München: 1968, S. 247-248.
Bemerkungen
Aus. Märchen I; Die Märchen des Clemes Brentano, Hrsg. v. G.Görres, 1846/47. Häufig unter dem Titel "Singet leise, leise, leise".
Gedicht überarbeitet und mit SUZ versehen.

Gedicht eingearbeitet von: Monika Spatz.