Zurück zur FA Hauptseite
Zurück zur vorigen Seite
Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß
Verschiedene Fassungen des Gedichts nebeneinander anzeigen

Jakob Michael Reinhold Lenz

Unser Herz

Kleines Ding, um uns zu quälen
Hier in diese Brust gelegt,
Wüßte mancher was er trägt,
Würde wünschen, tätst ihm fehlen.
5 Deine Schläge, wie so selten,
Mischt sich Lust in sie hinein
Und wie sind sie schnell, mit Pein
Jede Lust ihm zu vergelten!
Dennoch, weder Lust noch Qualen
10 Wär' weit schrecklicher als das.
Lieber schmelzt mein Herz zu Glas,
Meines Schicksals heiße Strahlen,
Lieben, hassen, streben, zittern,
Hoffen, zagen bis ins Mark.
15 Ach das Leben wär' ein Quark
Tätest du es nicht verbittern.





Entstehungsjahr: vor 1776
Erscheinungsjahr: 1776
Fassung: Andere
Aus: Die Gedichte
Referenzausgabe:
Franz Blei: Jakob Michael Reinhold Lenz. Gesammelte Schriften, Bd. 1. Verlag von Georg Müller: 1909, S. 98.
Bemerkungen
Andere Fassung von »An das Herz« und »An mein Herz«
Andere Fassungen in der Freiburger Anthologie:
Andere Fassung: An das Herz , entstanden vor 1776
Andere Fassung: An mein Herz , entstanden vor 1776

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.