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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß
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Jakob Michael Reinhold Lenz

An das Herz

Kleines Ding, um uns zu quälen,
Hier in diese Brust gelegt!
Ach wer's vorsäh', was er trägt,
Würde wünschen, tätst ihm fehlen!
5 Deine Schläge, wie so selten
Mischt sich Lust in sie hinein!
Und wie augenblicks vergelten
Sie ihm jede Lust mit Pein!
Ach! und weder Lust noch Qualen
10 Sind ihm schrecklicher als das:
Kalt und fühllos! O ihr Strahlen,
Schmelzt es lieber mir zu Glas!
Lieben, hassen, fürchten, zittern,
Hoffen, zagen bis ins Mark,
15 Kann das Leben zwar verbittern;
Aber ohne sie wär's Quark!





Entstehungsjahr: vor 1776
Erscheinungsjahr: 1776
Fassung: Andere
Referenzausgabe:
Franz Blei: Jakob Michael Reinhold Lenz. Gesammelte Schriften, Bd. 1. Verlag von Georg Müller: 1909, S. 98-99.
Andere Fassungen in der Freiburger Anthologie:
Andere Fassung: Unser Herz , entstanden vor 1776
Andere Fassung: An mein Herz , entstanden vor 1776

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.