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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß
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Eduard Mörike

[Der Himmel glänzt vom reinsten Frühlingslichte]

  Der Himmel glänzt vom reinsten Frühlingslichte,
Ihm schwillt der Hügel sehnsuchtsvoll entgegen,
Die starre Welt zerfließt in Liebessegen,
Und schmiegt sich rund zum zärtlichsten Gedichte.
5   Wenn ich den Blick nun zu den Bergen richte,
Die duftig meiner Liebe Tal umhegen –
O Herz, was hilft dein Wiegen und dein Wägen,
Daß all der Wonne herber Streit sich schlichte!
  Du, Liebe, hilf den süßen Zauber lösen,
10 Womit Natur in meinem Innern wühlet!
Und du, o Frühling, hilf die Liebe beugen!
  Lisch aus, o Tag! Laß mich in Nacht genesen!
Indes ihr, sanften Sterne, göttlich kühlet,
Will ich zum Abgrund der Betrachtung steigen.





Entstehungsjahr: 1830
Erscheinungsjahr: 1832
Fassung: Andere
Aus: Maler Nolten
Referenzausgabe:
Gustav Keyßner: Eduard Mörikes Sämtliche Werke. Deutsche Verlags-Anstalt: o. J., S. 351.
Andere Fassungen in der Freiburger Anthologie:
Andere Fassung: Zu viel , entstanden 1830

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.