Zurück zur FA Hauptseite
Zurück zur vorigen Seite
Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß
Verschiedene Fassungen des Gedichts nebeneinander anzeigen

Eduard Mörike

Agnes

Rosenzeit! Wie schnell vorbei,
        Schnell vorbei
Bist du doch gegangen!
Wär' mein Lieb nur blieben treu,
5         Blieben treu,
Sollte mir nicht bangen.
Um die Ernte wohlgemut,
        Wohlgemut
Schnitterinnen singen.
10 Aber ach! mir kranken Blut,
        Mir kranken Blut
Will nichts mehr gelingen.
Schleiche so durchs Wiesental,
        So durchs Tal,
15 Als im Traum verloren,
Nach dem Berg, da tausendmal,
        Tausendmal
Er mir Treu' geschworen.
Oben auf des Hügels Rand,
20         Abgewandt,
Wein' ich bei der Linde;
An dem Hut mein Rosenband,
        Von seiner Hand,
Spielet in dem Winde.





Entstehungsjahr: 1831
Erscheinungsjahr: 1832
Fassung: Andere
Aus: Gedichte
Referenzausgabe:
Gustav Keyßner: Eduard Mörikes Sämtliche Werke. Deutsche Verlags-Anstalt: o. J., S. 15-16.
Bemerkungen
Aus »Maler Nolten«, dort ohne Titel und in gleicher Fassung.
Andere Fassungen in der Freiburger Anthologie:
Andere Fassung: [Rosenzeit! wie schnell vorbei] , entstanden 1831

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.