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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß

Eduard Mörike

[Im Winterboden schläft, ein Blumenkeim]

Im Winterboden schläft, ein Blumenkeim,
Der Schmetterling, der einst um Busch und Hügel
In Frühlingsnächten wiegt den samtnen Flügel;
Nie soll er kosten deinen Honigseim.
5 Wer aber weiß, ob nicht sein zarter Geist,
Wenn jede Zier des Sommers hingesunken,
Dereinst, von deinem leisen Dufte trunken,
Mir unsichtbar, dich blühende umkreist?





Entstehungsjahr: 1841
Erscheinungsjahr: 1842
Aus: Gedichte / Auf eine Christblume 2
Referenzausgabe:
Gustav Keyßner: Eduard Mörikes Sämtliche Werke. Deutsche Verlags-Anstalt: o. J., S. 46-47.

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.