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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß

Friedrich Hölderlin

Sonnenuntergang

Wo bist du? Trunken dämmert die Seele mir
  Von aller deiner Wonne; denn eben ist's,
    Daß ich gelauscht, wie, goldner Töne
      Voll, der entzückende Sonnenjüngling
5 Sein Abendlied auf himmlischer Leier spielt';
  Es tönten rings die Wälder und Hügel nach.
    Doch fern ist er zu frommen Völkern,
      Die ihn noch ehren, hinweggegangen.





Entstehungsjahr: 1798
Erscheinungsjahr: ?
Aus: / Gedichte 1796-1798
Referenzausgabe:
Jochen Schmidt: Friedrich Hölderlin. Sämtliche Gedichte und Hyperion. Insel-Verlag: 1999, S. 203.

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.