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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß

Ludwig Joachim von Arnim (Achim von Arnim)

(Wiegenlied)

Goldne Wiegen schwingen
Und die Mücken singen,
Blumen sind die Wiegen,
Kindlein drinnen liegen,
5 Auf und nieder geht der Wind,
Geht sich warm und geht gelind.

Wie viel Kinder wiegen?
Wie viel soll ich kriegen?
Eins und zwei und dreie,
Und ich zähl' aufs neue,
10 Auf und nieder geht der Wind,
Und ich weine, wie ein Kind!






Entstehungsjahr: vor 1806
Erscheinungsjahr: 1817
Aus: Gedichte 1802-1805, Erstes Gedichtbuch
Referenzausgabe:
Lützeler (Bd 2.) / Ulfert Ricklefs (Bd. 5): Achim von Arnim. Werke in sechs Bänden, Bd. 5. Deutscher Klassiker-Verlag: 1994, S. 200.
Bemerkungen
Erstdruck in »Die Kronenwächter« (1817), in Bd. 2, S. 166. In der Ausgabe SW 23 (1976) auch in einer vierstrophigen Fassung mit doppeltem Umfang.

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.