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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (Henricus Custos)

Mein Lieben
Mel.: Ach, wenn du wärst mein eigen

Wie könnt' ich dein vergessen!
Ich weiß, was du mir bist,
Wenn auch die Welt ihr Liebstes
Und Bestes bald vergißt.
5 Ich sing' es hell und ruf' es laut:
Mein Vaterland ist meine Braut!
Wie könnt' ich dein vergessen!
Ich weiß, was du mir bist,
Wie könnt' ich dein vergessen!
10 Dein denk' ich allezeit;
Ich bin mit dir verbunden,
Mit dir in Freud' und Leid.
Ich will für dich im Kampfe stehn,
Und soll es sein, mit dir vergehn.
15 Wie könnt' ich dein vergessen!
Dein denk' ich allezeit.
Wie könnt' ich dein vergessen!
Ich weiß, was du mir bist,
Solang ein Hauch von Liebe
20 Und Leben in mir ist.
Ich suche nichts, als dich allein,
Als deiner Liebe wert zu sein.
Wie könnt' ich dein vergessen!
Ich weiß, was du mir bist.





Entstehungsjahr: 1841
Erscheinungsjahr: 1859
Aus: Lyrische Gedichte / Volksleben; Vaterland und Heimat
Referenzausgabe:
Augusta Welder-Steinberg: Hoffmann von Fallersleben. Auswahl in drei Teilen, Bd. 1. Deutsches Verlagshaus Bong & Co: o. J., S. 277-278.

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.