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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (Henricus Custos)

Schlacht bei Pavia (24. Februar 1525)

Das Fähnlein auf! die Spieße nieder!
Dem Kaiser Sieg! dem Feinde Tod!
Das Leben ist gar wohlfeil heuer;
Ihr Landsknecht', drum verkauft es teuer -
5 So war des Frundsberg erst Gebot.
Da sah man Spieß' und Schwerter blitzen
Wie Sternlein in der blauen Nacht.
Die Kugeln in den Lüften flogen,
Es sprang das Blut wie Regenbogen
10 Wohl zu Pavia in der Schlacht.
Das war kein Tag wie alle Tage,
Das war ein roter heil'ger Tag,
Als fern vom deutschen Vaterlande
Vor deutschem Mut mit Schmach und Schande
15 Das fremde Heer im Kampf erlag.
Nach Gott dem Frundsberg Lob und Ehre!
Denn er ist aller Ehren wert.
Du hast dein Völklein wohl geleitet,
Du hast den schönen Sieg bereitet!
20 Da! Alter, nimm das Königsschwert!





Entstehungsjahr: 1820-1840
Erscheinungsjahr: ?
Aus: Lyrische Gedichte / Volksleben
Referenzausgabe:
Augusta Welder-Steinberg: Hoffmann von Fallersleben. Auswahl in drei Teilen, Bd. 1. Deutsches Verlagshaus Bong & Co: o. J., S. 268-269.

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.