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Hermann Allmers
Heidenacht
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Wenn trüb das verlöschende letzte Rot |
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Herschimmert über die Heide, |
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Wenn sie liegt so still, so schwarz, so tot, |
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Soweit du nur schauest, die Heide, |
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Wenn der Mond steigt auf und mit bleichem Schein |
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Erhellt den granitnen Hünenstein, |
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Und der Nachtwind seufzet und flüstert darein |
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Auf der Heide, der stillen Heide – |
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Das ist die Zeit, dann mußt du gehn |
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Ganz einsam über die Heide, |
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Mußt achten still auf des Nachtwinds Wehn |
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Und des Mondes Licht auf der Heide: |
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Was nie du vernahmst durch Menschenmund, |
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Uraltes Geheimnis, es wird dir kund, |
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Es durchschauert dich tief in der Seele Grund |
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Auf der Heide, der stillen Heide. |