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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß

Johann Georg Jacobi

[Komm, Liebchen! es neigen]

Komm, Liebchen! es neigen
Die Wälder sich dir;
Und alles mit Schweigen
Erwartet dich hier.
5     Der Himmel, ich bitte,
Von Wölkchen wie leer!
Der Mond in der Mitte,
Die Sternlein umher!
    Der Himmel im glatten
10 Umdämmerten Quell!
Dieß Plätzchen im Schatten,
Dieß andre so hell!
    Im Schatten, der Liebe
Dich lockendes Glück;
15 Dir flisternd: Es bliebe
Noch Vieles zurück.
    Es blieben der süßen
Geheimnisse viel;
So festes Umschließen;
20 So wonniges Spiel!
    Da rauscht es! Da wanken
Auf jeglichem Baum
Die Äste; da schwanken
Die Vögel im Traum.
25     Dieß Wanken, dieß Zittern
Der Blätter im Teich -
O Liebe! Dein Wittern!
O Liebe! Dein Reich!





Entstehungsjahr: 1756-1814
Erscheinungsjahr: ?
Aus: / Erster Theil / An Cloen 3
Referenzausgabe:
ohne Herausgeber: Gedichte von Johann Georg Jacobi, Bd. 1. Bey Chr. Kaulfuß und C. Armbruster. Gedruckt bei Anton Strauß: 1816, S. 193-194.
Bemerkungen
Das Entstehungsjahr ist von den Lebendaten des Dichters abgeleitet. Uns liegen keine Angaben zum Erstdruck vor.

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.