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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß

Ludwig Joachim von Arnim (Achim von Arnim)

(Ritt im Mondschein)

Herz zum Herzen ist nicht weit
Unter lichten Sternen,
Und das Aug vom Tau geweiht
Blickt zu lieben Fernen;
5 Unterm Hufschlag klingt die Welt
Und die Himmel schweigen
Zwischen beiden mir gesellt
Will der Mond sich zeigen.

Zeigt sich heut in roter Glut
An dem Erdenrande,
10 Gleich als ob mit heißem Blut
Er auf Erden lande,
Doch nun flieht er scheu empor
Glänzt in reinem Lichte,
Und ich scheue mich auch vor
15 Seinem Angesichte.






Entstehungsjahr: 1820
Erscheinungsjahr: 1856
Aus: Gedichte 1820-1831
Referenzausgabe:
Lützeler (Bd 2.) / Ulfert Ricklefs (Bd. 5): Achim von Arnim. Werke in sechs Bänden, Bd. 5. Deutscher Klassiker-Verlag: 1994, S. 940.
Bemerkungen
Druckvorlage ist die Handschrift eines Briefes an Bettine 24.9.1820, dort ohne Titel
Erstdruck 1856 in SW 22 mit Titel

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.