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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß

Ludwig Uhland

Die Kapelle

Droben stehet die Kapelle,
Schauet still ins Tal hinab.
Drunten singt bei Wies und Quelle
Froh und hell der Hirtenknab.
5 Traurig tönt das Glöcklein nieder,
Schauerlich der Leichenchor;
Stille sind die frohen Lieder,
Und der Knabe lauscht empor.
Droben bringt man sie zu Grabe,
10 Die sich freuten in dem Tal.
Hirtenknabe, Hirtenknabe!
Dir auch singt man dort einmal.





Entstehungsjahr: 1805
Erscheinungsjahr: 1807
Aus: Gedichte. Ausgabe letzter Hand / Lieder
Referenzausgabe:
Hartmut Fröschle / Walter Scheffler: Ludwig Uhland. Werke, Bd. 1. Winkler Verlag: 1980, S. 16.

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.