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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß

Ludwig Joachim von Arnim (Achim von Arnim)

[Mir ist zu licht zum Schlafen]

Mir ist zu licht zum Schlafen,
Der Tag bricht in die Nacht
Die Seele ruht im Hafen
Ich bin so froh verwacht.
5 Ich hauchte meine Seele
Im ersten Kusse aus,
Was ist's, daß ich mich quäle,
Ob sie auch fand ein Haus.
Sie hat es wohl gefunden,
10 Auf ihren Lippen schön,
O welche sel'ge Stunden,
Wie ist mir so geschehn.
Was soll ich nun noch sehen?
Ach alles ist in ihr,
15 Was fühlen, was erflehen,
Es ward ja alles mir.
Ich habe was zu sinnen,
Ich hab', was mich beglückt,
In allen meinen Sinnen
20 Bin ich von ihr entzückt.





Entstehungsjahr: vor 1811
Erscheinungsjahr: 1810
Aus: Gedichte 1809-1810
Referenzausgabe:
Lützeler (Bd 2.) / Ulfert Ricklefs (Bd. 5): Achim von Arnim. Werke in sechs Bänden, Bd. 5. Deutscher Klassiker-Verlag: 1994, S. 700-701.
Bemerkungen
Erstdruck in »Gräfin Dolores« (1810), in Bd. 1, S. 135 und S. 47?.

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.