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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß

Joseph Freiherr von Eichendorff

Winternacht

Verschneit liegt rings die ganze Welt,
Ich hab' Nichts, was mich freuet,
Verlassen steht der Baum im Feld,
Hat längst sein Laub verstreuet.
5 Der Wind nur geht bei stiller Nacht
Und rüttelt an dem Baume,
Da rührt er seinen Wipfel sacht
Und redet wie im Traume.
Er träumt von künft'ger Frühlingszeit,
10 Von Grün und Quellenrauschen,
Wo er im neuen Blüten-Kleid
Zu Gottes Lob wird rauschen.





Entstehungsjahr: 1839
Erscheinungsjahr: 1841
Aus: Gedichte 1837-1843
Referenzausgabe:
Hartwig Schultz (Bd. 1) / Wolfgang Frühwald (Bd. 2) / Brigitte Schillbach (Bd. 3): Joseph von Eichendorff. Werke in sechs Bänden, Bd. 1. Deutscher Klassiker-Verlag, Frankfurt: 1987, S. 419-420.
Bemerkungen
Erstdruck 1841 in »Joseph Freiherrn von Eichendorff's Werke. Erster Theil. Gedichte« unter dem Titel »Winternacht«, S. 387-388 (=DV)
Zwei Entwürfe des Gedichtes tragen die Überschriften »Der Baum« und »Frühmorgens«

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.