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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß

Lenau (Nikolaus Edler Niembsch von Strehlenau)

[Vor Kälte ist die Luft erstarrt]

Vor Kälte ist die Luft erstarrt,
Es kracht der Schnee von meinen Tritten,
Es dampft mein Hauch, es klirrt mein Bart;
Nur fort, nur immer fort geschritten!
5 Wie feierlich die Gegend schweigt!
Der Mond bescheint die alten Fichten,
Die sehnsuchtsvoll zum Tod geneigt,
Den Zweig zurück zur Erde richten.
Frost! friere mir in's Herz hinein!
10 Tief in das heißbewegte, wilde!
Daß einmal Ruh mag drinnen seyn,
Wie hier im nächtlichen Gefilde!





Entstehungsjahr: 1832
Erscheinungsjahr: 1832
Aus: Gedichte bis 1832 / Winternacht 1
Referenzausgabe:
Helmut Brandt et al.: Nikolaus Lenau. Werke und Briefe, Bd. 1. Deuticke Verlag / Klett-Cotta Verlag: 1995, S. 37.
Bemerkungen
Aus Seite 37 der selben Ausgabe ist die identische Frühversion abgedruckt.

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.