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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß

Friedrich Gottlieb Klopstock

Die Sommernacht

Wenn der Schimmer von dem Monde nun herab
  In die Wälder sich ergießt, und Gerüche
    Mit den Düften von der Linde
      In den Kühlungen wehn;
5 So umschatten mich Gedanken an das Grab
  Der Geliebten, und ich seh in dem Walde
    Nur es dämmern, und es weht mir
      Von der Blüte nicht her.
Ich genoß einst, o ihr Toten, es mit euch!
10   Wie umwehten uns der Duft und die Kühlung,
    Wie verschönt warst von dem Monde,
      Du o schöne Natur!





Entstehungsjahr: 1766
Erscheinungsjahr: 1771
Aus: / Oden und Elegien
Referenzausgabe:
Karl August Schleiden: Friedrich Gottlieb Klopstock. Ausgewählte Werke, Bd. 1. Carl Hanser Verlag: 4. Auflage 1981, S. 112-113.

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.