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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß

Friedrich Gottlieb Klopstock

Das Rosenband

Im Frühlingsschatten fand ich sie;
Da band ich sie mit Rosenbändern:
Sie fühlt' es nicht, und schlummerte.
Ich sah sie an; mein Leben hing
5 Mit diesem Blick an Ihrem Leben:
Ich fühlt' es wohl, und wußt' es nicht.
Doch lispelt' ich ihr sprachlos zu,
Und rauschte mit den Rosenbändern:
Da wachte sie vom Schlummer auf.
10 Sie sah mich an; ihr Leben hing
Mit diesem Blick an meinem Leben,
Und um uns ward's Elysium.





Entstehungsjahr: 1753
Erscheinungsjahr: 1798
Aus: / Oden und Elegien
Referenzausgabe:
Karl August Schleiden: Friedrich Gottlieb Klopstock. Ausgewählte Werke, Bd. 1. Carl Hanser Verlag: 4. Auflage 1981, S. 74-75.
Bemerkungen
Früherer Titel »Cidli«; Aufgrund eines Versehens des Druckers nicht in die Hamburger Ausgabe aufgenommen. Anderer Titel der Fassung von 1752 »Das schlafende Mägdchen«

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.