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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß
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Gottfried Keller

[Ein Fischlein steht am kühlen Grund]

Ein Fischlein steht am kühlen Grund,
Durchsichtig fließen die Wogen,
Und senkrecht ob ihm hat sein Rund
Ein schwebender Falk gezogen.
5 Der ist so lerchenklein zu seh'n
Zuhöchst im Himmelsdome;
Er sieht das Fischlein ruhig steh'n,
Glänzend im tiefen Strome!
Und dieses auch hinwieder sieht
10 In's Blaue durch seine Welle.
Ich glaube gar, das Sehnen zieht
Eins an des andern Stelle!





Entstehungsjahr: vor 1889
Erscheinungsjahr: 1888
Fassung: Späte
Aus: Gesammelte Gedichte 1888 / I. Buch der Natur / Am fließenden Wasser 3
Referenzausgabe:
Kai Kauffmann: Gottfried Keller. Gedichte, Bd. 1. Deutscher Klassiker Verlag: 1995, S. 419.
Andere Fassungen in der Freiburger Anthologie:
Frühe Fassung: [Ein Fischlein steht im kühlen Grund] , entstanden 1845

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.