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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß
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Conrad Ferdinand Meyer

Ewig jung ist nur die Sonne

Heute fanden meine Schritte mein vergeßnes Jugendtal,
Seine Sohle lag verödet, seine Berge standen kahl.
Meine Bäume, meine Träume, meine buchendunkeln Höhn –
Ewig jung ist nur die Sonne, sie allein ist ewig schön.
5 Drüben dort in schilfgem Grunde, wo die müde Lache liegt,
Hat zu meiner Jugendstunde sich lebendge Flut gewiegt,
Durch die Heiden, durch die Weiden ging ein wandernd Herdgetön –
Ewig jung ist nur die Sonne, sie allein ist ewig schön.





Entstehungsjahr: 1883
Erscheinungsjahr: 1886
Fassung: Frühe
Aus: Gedichte von 1892 / II. Stunde
Referenzausgabe:
Hans Zeller, Alfred Zäch: Conrad Ferdinand Meyer. Sämtliche Werke. Historisch-kritische Ausgabe, Bd. 1. Benteli-Verlag, Bern: 1964, S. 95.
Andere Fassungen in der Freiburger Anthologie:
Späte Fassung: Wintertag , entstanden 1883

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Bobenhausen.