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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß

Friedrich Hebbel

Zu Pferd! Zu Pferd!

Zu Pferd! Zu Pferd! Es saust der Wind!
Schneewolken, düstre, jagen!
Die schütten nun den Winter aus!
Zu Pferd! Zu Pferd! Durch Saus und Braus
5 Die heiße Brust zu tragen!
Mit krausen Nüstern prüft das Roß
Die Lust, dann wieherts mutig;
Nur, wie ich herrsche, dient das Tier,
Ein Druck: von dannen fliegts mit mir,
10 Als wär mein Sporn schon blutig.
In meinem Mantel wühlt der Wind,
Er raubt mir fast die Mütze;
Ich hab ihn gern auf meiner Spur,
An seiner Wut erprob ichs nur,
15 Wie fest ich oben sitze!





Entstehungsjahr: 1829-1863
Erscheinungsjahr: 1857
Aus: Gedichte [Gesamtausgabe 1857] / Lieder
Referenzausgabe:
Hannsludwig Geiger: Fridrich Hebbel. Sämtliche Werke, Bd. 2. Der Tempel-Verlag: 1961, S. 16.
Bemerkungen
In Vers 7 eigentlich "Luft" statt "Lust", wohl ein Druckfehler der Ausgabe.
Die Entstehungsdaten sind mangels Kommentierung der Ausgabe aus »Fricke et al: Friedrich Hebbel. Werke. 1965« entnommen.

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.