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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß

Friedrich Hebbel

Nachtlied

Quellende, schwellende Nacht,
Voll von Lichtern und Sternen:
In den ewigen Fernen,
Sage, was ist da erwacht?
5 Herz in der Brust wird beengt,
Steigendes, neigendes Leben,
Riesenhaft fühle ichs weben,
Welches das meine verdrängt.
Schlaf, da nahst du dich leis,
10 Wie dem Kinde die Amme,
Und um die dürftige Flamme
Ziehst du den schützenden Kreis.





Entstehungsjahr: 1836
Erscheinungsjahr: 1857
Aus: Gedichte [Gesamtausgabe 1857] / Lieder
Referenzausgabe:
Hannsludwig Geiger: Friedrich Hebbel. Sämtliche Werke, Bd. 2. Der Tempel-Verlag, Berlin / Darstadt: 1961, S. 11.
Bemerkungen
Die Entstehungsdaten sind mangels Kommentierung der Ausgabe aus »Fricke et al: Friedrich Hebbel. Werke. 1965« entnommen

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.