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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß
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Christian Morgenstern

Der Werwolf und sein Fall

Dem Werwolf, an den niemand glaubt,
trat einst sein Werfall vor sein Haupt.
Du stehst, so sprach der, überall
und immerdar in meinem Fall.
5 In allen andern Casibus
die Welt dich stehen lassen muß.
Der Werwolf dachte still dabei,
daß dies ja nur notwendig sei.
Ein Werwolf muß er, unbesehn,
10 auch immerdar im Werfall stehn.
Wir aber mögen unterdessen,
was hieran tragisch ist, ermessen.





Entstehungsjahr: 1905
Erscheinungsjahr: 1985
Fassung: Frühe
Aus: Galgenlieder nebst dem Gingganz / Kommentar
Referenzausgabe:
Reinhardt Habel (Hg.) / Martin Kiesig (Bd. 1+2) / Maurice Cureau (Bd. 3): Christian Morgenstern. Werke und Briefe. Kommentierte Ausgabe, Bd. 3. Verlag Urachhaus, Stuttgart: 1987ff., S. 657-658.
Bemerkungen
Dieses Gedicht ist die Vorläuferfassung des Gedichtes »Der Werwolf«. Erstdruck des Gedichtes in dieser Ausgabe.
Andere Fassungen in der Freiburger Anthologie:
Andere Fassung: Der Werwolf , entstanden 1907-1908
Andere Fassung: Der Werwolf , entstanden 1906-1907

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Bobenhausen.