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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß
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Eduard Mörike

[Früh, wenn die Hähne krähn]

Früh, wenn die Hähne krähn,
Eh’ die Sternlein verschwinden,
Muß ich am Herde stehn.
Muß Feuer zünden.
5 Schön ist der Flammen Schein,
Es springen die Funken,
Ich schaue so drein,
In Leid versunken.
Plötzlich da kommt es mir,
10 Treuloser Knabe!
Daß ich die Nacht von dir
Geträumet habe.
Träne auf Träne dann
Stürzet hernieder,
15 So kommt der Tag heran –
O ging’ er wieder!





Entstehungsjahr: 1829
Erscheinungsjahr: 1832
Fassung: Andere
Aus: Maler Nolten
Referenzausgabe:
Gustav Keyßner: Eduard Mörikes Sämtliche Werke. Deutsche Verlags-Anstalt: o. J., S. 243.
Andere Fassungen in der Freiburger Anthologie:
Andere Fassung: Das verlassene Mägdlein , entstanden 1829

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Bobenhausen.