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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß
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Eduard Mörike

[Bei Nacht im Dorf der Wächter rief]

Bei Nacht im Dorf der Wächter rief:
      Elfe!
Ein ganz kleines Elfchen im Walde schlief;
      Elfe!
5 Und meint’, es rief ihm aus dem Tal
Bei seinem Namen die Nachtigall,
Oder Silpelitt hätt’ ihm gerufen.
Drauf schlüpft’s an einer Mauer hin,
Daran viel Feuerwürmchen glühn:
10 »Was sind das helle Fensterlein!
Da drin wird eine Hochzeit sein,
Die Kleinen sitzen beim Mahle
Und treiben’s in dem Saale;
Da guck ich wohl ein wenig ’nein – «
15       Ei, stößt den Kopf an harten Stein!
      Elfe, gelt, du hast genug?
            Kuckuck! Kuckuck!





Entstehungsjahr: vor 1832
Erscheinungsjahr: 1832
Fassung: Andere
Aus: Maler Nolten
Referenzausgabe:
Gustav Keyßner: Eduard Mörikes Sämtliche Werke. Deutsche Verlags-Anstalt: o. J., S. 223-224.
Andere Fassungen in der Freiburger Anthologie:
Andere Fassung: Elfenlied , entstanden 1828

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Bobenhausen.