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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß

Maximilian Dauthendey

[Keine Wolke stille hält]

Keine Wolke stille hält,
Wolken fliehn wie weiße Reiher;
Keinen Weg kennt ihre Welt,
Und der Wind, der ist ihr Freier.
5 Wind, der singt von fernen Meilen,
springt und kann die Lust nicht lassen,
Einer Landstraß' nachzueilen,
Menschen um den Hals zu fassen.
Und das Herz singt auf zum Reigen,
10 Schweigen kann nicht mehr die Brust;
Menschen werden wie die Geigen;
Geigen singen unbewußt.





Entstehungsjahr: 1882-1918
Erscheinungsjahr: 1925
Aus: Lyrik / Der brennende Kalender / Februar
Referenzausgabe:
Ohne Herausgeber: Max Dauthendey. Gesammelte Werke in sechs Bänden, Bd. 4. Albert Langen, München: 1925, S. 226.
Bemerkungen
Die Entstehungsdaten des Gedichtes sind an den Lebensdaten des Autors angelehnt.

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.