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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß

Maximilian Dauthendey

Der Mond ist wie ein feurig Ros'

Der Mond geht groß aus dem Abend hervor,
Steht über dem Schloß und dem Gartentor
Und läßt sanft glühend die Erde los.
Der Mond ist wie eine feurige Ros',
5 Die meine Liebste im Garten verlor.
Mein Schatten an den steinernen Wänden
Geht hinter mir wie ein dienender Mohr.
Ich werde den Mohren hinsenden,
Er hebe die Rose vorsichtig auf
10 Und bringe sie ihr in den dunklen Händen.





Entstehungsjahr: 1882-1918
Erscheinungsjahr: 1925
Aus: Lyrik / Insichversunkene Lieder im Laub
Referenzausgabe:
Ohne Herausgeber: Max Dauthendey. Gesammelte Werke in sechs Bänden, Bd. 4. Albert Langen, München: 1925, S. 312.
Bemerkungen
Die Entstehungsdaten des Gedichtes sind an den Lebensdaten des Autors angelehnt.

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.