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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß

Stefan George

[Fenster wo ich einst mit dir]

Fenster wo ich einst mit dir
Abends in die landschaft sah
Sind nun hell mit fremdem licht.
Pfad noch läuft vom tor wo du
5 Standest ohne umzuschaun
Dann ins tal hinunterbogst.
Bei der kehr warf nochmals auf
Mond dein bleiches angesicht ..
Doch es war zu spät zum ruf.
10 Dunkel - schweigen - starre luft
Sinkt wie damals um das haus.
Alle freude nahmst du mit.





Entstehungsjahr: 1883-1907
Erscheinungsjahr: 1986
Aus: Der siebente Ring / Lieder
Referenzausgabe:
Ohne Herausgeber: Stefan George. Sämtliche Werke in 18 Bänden, Bd. 6/7. Klett-Cotta, Stuttgart: 1982ff., S. 151.

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.