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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß

Friedrich Hebbel

Dämmer-Empfindung

Was treibt mich hier von hinnen?
Was lockt mich dort geheimnisvoll?
Was ists, das ich gewinnen,
Und was, womit ichs kaufen soll?
5 Trat unsichtbar mein Erbe,
Ein Geist, ein luftger, schon heran,
Und drängt mich, daß ich sterbe,
Weil er nicht eher leben kann?
Und winkt mir aus der Ferne
10 Die Traube schon, die mir gereift
Auf einem andern Sterne,
Und will, daß meine Hand sie streift?





Entstehungsjahr: 1843
Erscheinungsjahr: 1857
Aus: Gedichte [Gesamtausgabe 1857] / Vermischte Gedichte
Referenzausgabe:
Hannsludwig Geiger: Friedrich Hebbel. Sämtliche Werke, Bd. 2. Der Tempel-Verlag, Berlin / Darstadt: 1961, S. 115.
Bemerkungen
Die Entstehungsdaten sind mangels Kommentierung der Ausgabe aus »Fricke et al: Friedrich Hebbel. Werke. 1965« entnommen

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.