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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß

Stefan George

[Der hügel wo wir wandeln liegt im schatten]

Der hügel wo wir wandeln liegt im schatten ·
Indes der drüben noch im lichte webt
Der mond auf seinen zarten grünen matten
Nur erst als kleine weisse wolke schwebt.
5 Die strassen weithin-deutend werden blasser ·
Den wandrern bietet ein gelispel halt ·
Ist es vom berg ein unsichtbares wasser
Ist es ein vogel der sein schlaflied lallt?
Der dunkelfalter zwei die sich verfrühten
10 Verfolgen sich von halm zu halm im scherz ..
Der rain bereitet aus gesträuch und blüten
Den duft des abends für gedämpften schmerz.





Entstehungsjahr: vor 1897
Erscheinungsjahr: 1982
Aus: Das Jahr der Seele / Traurige Tänze
Referenzausgabe:
Ohne Herausgeber: Stefan George. Sämtliche Werke in 18 Bänden, Bd. 4. Klett-Cotta, Stuttgart: 1982ff., S. 107.

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.