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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß

Richard Dehmel

Stimme im Dunkeln

Es klagt im Dunkeln irgendwo.
Ich möchte wissen, was es ist.
Der Wind klagt wohl die Nacht an.
Der Wind klagt aber nicht so nah.
5 Der Wind klagt immer in der Nacht.
In meinen Ohren klagt mein Blut,
mein Blut wohl.
Mein Blut klagt aber nicht so fremd.
Mein Blut ist ruhig wie die Nacht.
10 Ich glaub, ein Herz klagt irgendwo.





Entstehungsjahr: 1878-1907
Erscheinungsjahr: 1907
Aus: Weib und Welt / Zweiter Teil
Referenzausgabe:
Ohne Herausgeber: Gesammelte Werke von Richard Dehmel, Bd. 3. S. Fischer Verlag, Berlin: 1907, S. 63.
Bemerkungen
Die Entstehungsdaten des Gedichtes sind an den Lebensdaten des Autors angelehnt.

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.