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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß

Detlev von Liliencron

Dorfkirche im Sommer

Schläfrig singt der Küster vor,
Schläfrig singt auch die Gemeinde.
Auf der Kanzel der Pastor
Betet still für seine Feinde.
5 Dann die Predigt, wunderbar,
Eine Predigt ohnegleichen.
Die Baronin weint sogar
Im Gestühl, dem wappenreichen.
Amen, Segen, Türen weit,
10 Orgelton und letzter Psalter.
Durch die Sommerherrlichkeit
Schwirren Schwalben, flattern Falter.





Entstehungsjahr: 1856-1909
Erscheinungsjahr: ?
Aus: Gedichte / Natur
Referenzausgabe:
Benno von Wiese: Detlev von Liliencron. Werke, Bd. 1. Insel Verlag, Frankfurt am Main: 1977, S. 35.

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.