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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß

Hugo von Hofmannsthal

Reiselied

Wasser stürzt, uns zu verschlingen,
Rollt der Fels, uns zu erschlagen,
Kommen schon auf starken Schwingen
Vögel her, uns fortzutragen.
5 Aber unten liegt ein Land,
Früchte spiegelnd ohne Ende
In den alterslosen Seen.
Marmorstirn und Brunnenrand
Steigt aus blumigem Gelände,
10 Und die leichten Winde wehn.





Entstehungsjahr: 1897-1898
Erscheinungsjahr: 1898
Referenzausgabe:
Eugene Weber (Bd. 1): Sämtliche Werke. Kritische Ausgabe, Bd. 1. S. Fischer Verlag, Frankfurt a. Main: 1984, S. 84.
Bemerkungen
Der erste Druck erschien 1898 in der »Wiener Rundschau«

Gedicht eingearbeitet von: Cláudia Nunes da.