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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß

Georg Trakl

Klage

Schlaf und Tod, die düstern Adler
Umrauschen nachtlang dieses Haupt:
Des Menschen goldnes Bildnis
Verschlänge die eisige Woge
5 Der Ewigkeit. An schaurigen Riffen
Zerschellt der purpurne Leib
Und es klagt die dunkle Stimme
Über dem Meer.
Schwester stürmischer Schwermut
10 Sieh ein ängstlicher Kahn versinkt
Unter Sternen,
Dem schweigenden Antlitz der Nacht.





Entstehungsjahr: 1914
Erscheinungsjahr: 1915
Aus: Veröffentlichungen im Brenner 1914/1915
Referenzausgabe:
Walther Killy / Hans Szklenar: Georg Trakl. Dichtungen und Briefe. Historisch-kritische Ausgabe, Bd. 1. Otto Müller Verlag, Salzburg: 1987, S. 166.
Bemerkungen
Erstdruck im »Der Brenner Jahrbuch«, Innsbruck 1915

Gedicht eingearbeitet von: Dieter peuker.