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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß

Georg Trakl

Trompeten

Unter verschnittenen Weiden, wo braune Kinder spielen
Und Blätter treiben, tönen Trompeten. Ein Kirchhofsschauer.
Fahnen von Scharlach stürzen durch des Ahorns Trauer,
Reiter entlang an Roggenfeldern, leeren Mühlen.
5 Oder Hirten singen nachts und Hirsche treten
In den Kreis ihrer Feuer, des Hains uralte Trauer,
Tanzende heben sich von einer schwarzen Mauer;
Fahnen von Scharlach, Lachen, Wahnsinn, Trompeten.





Entstehungsjahr: 1912
Erscheinungsjahr: 1912
Aus: Gedichte
Referenzausgabe:
Walther Killy / Hans Szklenar: Georg Trakl. Dichtungen und Briefe. Historisch-kritische Ausgabe, Bd. 1. Otto Müller Verlag, Salzburg: 1987, S. 47.
Bemerkungen
Erstdruck: in »Der Ruf. Ein Flugblatt an junge Menschen«, Heft 3, Krieg 1912

Gedicht eingearbeitet von: Dieter peuker.