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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß

Hugo von Hofmannsthal

[Die Stunden! wo wir auf das helle Blauen]

Die Stunden! wo wir auf das helle Blauen
Des Meeres starren und den Tod verstehn
So leicht und feierlich und ohne Grauen,
Wie kleine Mädchen, die sehr blass aussehn,
5 Mit grossen Augen, und die immer frieren,
An einem Abend stumm vor sich hinsehn
Und wissen, dass das Leben jetzt aus ihren
Schlaftrunk’nen Gliedern still hinüberfliesst
In Bäum' und Gras, und sich matt lächelnd zieren,
10 Wie eine Heilige die ihr Blut vergiesst.





Entstehungsjahr: 1894
Erscheinungsjahr: 1895
Referenzausgabe:
Eugene Weber (Bd. 1): Sämtliche Werke. Kritische Ausgabe, Bd. 1. S. Fischer Verlag, Frankfurt a. Main: 1984, S. 49.
Bemerkungen
Erstdruck 1895 in »Pan«, dort ohne Titel. In anderen Ausgaben gerne als Teil II des Zyklus »Terzinen« bezeichnet.

Gedicht eingearbeitet von: Cláudia Nunes da.