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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß
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Johann Wolfgang von Goethe

[Ich saug an meiner Nabelschnur]

Ich saug an meiner Nabelschnur
Nun Nahrung aus der Welt.
Und herrlich rings ist die Natur
Die mich am Busen hält.
5 Die Welle wieget unsern Kahn
Im Rudertakt hinauf
Und BergeWolken angetan
Aug mein Aug was sinkst du nieder
Goldne Träume kommt ihr wieder
10 Weg du Traum so Gold du bist
Hier auch Lieb und Leben ist.
Auf der Welle blinken
Tausend schwebende Sterne
Liebe Nebel trinken
15 Rings die türmende Ferne
Morgenwind umflügelt
Die beschattete Bucht
Und im See bespiegelt
Sich die reifende Frucht





Entstehungsjahr: 1775
Erscheinungsjahr: 1887
Fassung: Frühe
Referenzausgabe:
Karl Eibl: Johann Wolfgang Goethe. Sämtliche Werke, Briefe, Tagebücher und Gespräche, Bd. 1. Klassiker-Verlag: 1987, S. 169.
Bemerkungen
Ende der 1. Strophe Editionsfehler der FA, wird geprüft
Andere Fassungen in der Freiburger Anthologie:
Späte Fassung: Auf dem See , entstanden 1775

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.