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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß
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Hermann Allmers

Heidenacht

    Wenn trüb das verlöschende letzte Rot
Herschimmert über die Heide,
Wenn sie liegt so still, so schwarz und tot,
So weit du nur schauest, die Heide,
5 Wenn der Mond steigt auf und mit bleichem Schein
Erhellt den granitnen Hünenstein,
Und der Nachtwind seufzet und flüstert darein
Auf der Heide, der stillen Heide –
    Das ist die Zeit, dann mußt du gehn
10 Ganz einsam über die Heide,
Mußt achten still auf des Nachtwind's Wehn
Und des Mondes Licht auf der Heide:
Was nie du vernahmst durch Menschenmund,
Uraltes Geheimnis, es wird dir kund,
15 Es durchschauert dich tief in der Seele Grund
Auf der Heide, der stillen Heide. –





Entstehungsjahr: 1836-1902
Erscheinungsjahr: ?
Fassung: Andere
Aus: Heimat und Vaterland
Referenzausgabe:
Ohne Herausgeber: Dichtungen von Hermann Allmers. Schulzesche Hof-Buchhandlung und Hof-Buchdruckerei, Oldenburg und Leipzig: [1903], S. 14.
Bemerkungen
Das Entstehungsdatum des Gedichts ist an den Lebensdaten des Autors orientiert. Der Band dürfte identisch sein mit »Sämtliche Werke«, hrsg. v. Schulze, Leipzig, ca. 1903, Bd. 5.
Andere Fassungen in der Freiburger Anthologie:
Andere Fassung: Heidenacht , entstanden 1836-1902

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.