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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß

Annette Freiin von Droste-Hülshoff

[Geliebte, wenn mein Geist geschieden]

Geliebte, wenn mein Geist geschieden,
So weint mir keine Thräne nach,
Denn, wo ich weile, dort ist Frieden,
Dort leuchtet mir ein ew'ger Tag.
5 Wo aller Erdengram verschwunden,
Soll Euer Bild mir nicht vergehn,
Und Linderung für Eure Wunden,
Für Euren Schmerz will ich erflehn.
Weht nächtlich seine Seraphsflügel
10 Der Friede über's Weltenreich,
So denkt nicht mehr an meinen Hügel,
Denn von den Sternen grüß ich Euch!





Entstehungsjahr: 1844-1848
Erscheinungsjahr: 1872
Aus: Gedichte / Zweifelhaftes und Unechtes
Referenzausgabe:
Winfried Woesler: Annette von Droste-Hülshoff. Historisch-kritische Ausgabe, Bd. II,1. Max Niemeyer Verlag: 1985ff., S. 242.
Bemerkungen
Es ist bislang unklar, ob das Gedicht überhaupt von Annette von Droste-Hülshoff ist – und nicht von ihrer Nichte Elisabeth von Droste-Hülshoff.

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.