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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß
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Gottfried Keller

[Wie schlafend unterm Flügel ein Pfau den Schnabel hält]

Wie schlafend unterm Flügel ein Pfau den Schnabel hält,
Von luft'gen Vogelträumen die blaue Brust geschwellt,
Geduckt auf einem Fuße, dann plötzlich oft einmal
Im Traume phantasierend das Funkelrad erstellt:
5 So hing betäubt und trunken, ausreckend Berg und Tal,
Der große Wundervogel in tiefem Schlaf, die Welt;
So schwoll der blaue Himmel von Träumen ohne Zahl,
Mit leisem Knistern schlug er ein Rad, das Sternenzelt.





Entstehungsjahr: vor 1889
Erscheinungsjahr: 1888
Fassung: Späte
Aus: Gesammelte Gedichte 1888 / Buch der Natur / Trost der Kreatur 1
Referenzausgabe:
Kai Kauffmann: Gottfried Keller. Gedichte, Bd. 1. Deutscher Klassiker Verlag: 1995, S. 395.
Andere Fassungen in der Freiburger Anthologie:
Frühe Fassung: [Wie schlafend unter'm Flügel ein Pfau den Schnabel hält] , entstanden vor 1855

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.