Zurück zur FA Hauptseite
Zurück zur vorigen Seite
Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß

Wilhelm Busch

[Es sitzt ein Vogel auf dem Leim]

Es sitzt ein Vogel auf dem Leim,
Er flattert sehr und kann nicht heim.
Ein schwarzer Kater schleicht herzu,
Die Krallen scharf, die Augen gluh.
5 Am Baum hinauf und immer höher
Kommt er dem armen Vogel näher.
Der Vogel denkt: Weil das so ist
Und weil mich doch der Kater frißt,
So will ich keine Zeit verlieren,
10 Will noch ein wenig quinquilieren
Und lustig pfeifen wie zuvor.
Der Vogel, scheint mir, hat Humor.





Entstehungsjahr: 1875
Erscheinungsjahr: 1874
Aus: Kritik des Herzens
Referenzausgabe:
Friedrich Bohne: Wilhem Busch. Gesamtausgabe in vier Bänden, Bd. 2. Emil Vollmer Verlag, Wiesbaden: [1960], S. 495.

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.