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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß

Joseph Mohr

[Stille Nacht! Heilige Nacht]

Stille Nacht! Heilige Nacht!
Alles schläft; einsam wacht
Nur das traute heilige Paar.
Holder Knab im lockigten Haar,
5 Schlafe in himmlischer Ruh!
Schlafe in himmlischer Ruh!
Stille Nacht! Heilige Nacht!
Gottes Sohn, o wie lacht
Lieb' aus deinem göttlichen Mund,
10 Da uns schlägt die rettende Stund.
Jesus in deiner Geburt!
Jesus in deiner Geburt!
Stille Nacht! Heilige Nacht!
Die der Welt Heil gebracht,
15 Aus des Himmels goldenen Höhn
Uns der Gnaden Fülle läßt sehn,
Jesum in Menschengestalt,
Jesum in Menschengestalt.
Stille Nacht! Heilige Nacht!
20 Wo sich heut alle Macht
Väterlicher Liebe ergoß
Und als Bruder huldvoll umschloß
Jesus die Völker der Welt,
Jesus die Völker der Welt,
25 Stille Nacht! Heilige Nacht!
Lange schon uns bedacht,
Als der Herr vom Grimme befreit
In der Väter urgrauer Zeit
Aller Welt Schonung verhieß,
30 Aller Welt Schonung verhieß.
Stille Nacht! Heilige Nacht!
Hirten erst kundgemacht
Durch der Engel Alleluja,
Tönt es laut bei Ferne und Nah:
35 Jesus der Retter ist da!
Jesus der Retter ist da!





Entstehungsjahr: vor 1825
Erscheinungsjahr: ?
Referenzausgabe:
Alois Schmaus / Lenz Kriss-Rettenbeck: Stille Nacht, Heilige Nacht. Geschichte und Ausbreitung eines Liedes. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck / München: 1968, S. 31-32.

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.