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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß

Georg Christian Dieffenbach

Der Frosch

    Der Frosch sitzt in dem Rohre,
Der kleine, breite Mann,
Und singt sein Abendliedchen,
So gut er singen kann – Quak! Quak!
5     Er meint es klingt gar herrlich,
Könnts Niemand so wie er,
Er bläst sich auf gewaltig
Meint Wunder, was er wär! – Quak! Quak!
    Mit seinem breiten Maule
10 Fängt er sich Mücken ein
Guckt mit den dicken Augen
Froh nach der Sonne Schein! – Quak! Quak!
    Das ist ein ewig Quaken,
Er wird es nimmer müd,
15 So lange noch ein Blümchen
Im Wiesengrund nur blüht! – Quak! Quak!
    Herr Frosch! nur zu gesungen,
Du bist ein lustger Mann;
Im Lenz muß Alles singen,
20 So gut es singen kann! – Quak! Quak!





Entstehungsjahr: 1837-1854
Erscheinungsjahr: 1854
Aus: II. Lieder und Bilder aus der Natur
Referenzausgabe:
Ohne Herausgeber: Kinder-Lieder von G. Ch. Dieffenbach. C. G. Kunze, Mainz: [1854], S. 38.
Bemerkungen
Erstdruck wohl 1854

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.