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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß

Anton Wilhelm Florentin von Zuccalmaglio

[Schwesterlein, Schwesterlein]

Schwesterlein, Schwesterlein,
Wann geh'n wir nach Haus?
Morgen wenn die Hahnen krähn,
Woll'n wir nach Hause gehn,
5 Brüderlein, Brüderlein,
Dann geh'n wir nach Haus.
Schwesterlein, Schwesterlein,
Wann geh'n wir nach Haus?
Morgen, wenn der Tag anbricht,
10 Eh' endet die Freude nicht,
Brüderlein, Brüderlein,
Der fröhliche Braus.
Schwesterlein, Schwesterlein,
Wohl ist es Zeit?
15 Mein Liebster tanzt mit mir.
Geh' ich, tanzt er mit ihr.
Brüderlein, Brüderlein,
Laß du mich heut'.
Schwesterlein, Schwesterlein,
20 Was bist du blaß?
Das macht der Morgenschein
Auf meinen Wängelein,
Brüderlein, Brüderlein,
Die vom Thaue naß.
25 Schwesterlein, Schwesterlein,
Du wankest so matt?
Suche die Kammerthür,
Suche mein Bettlein mir,
Brüderlein, es wird fein
30 Unter'm Rasen seyn.





Entstehungsjahr: vor 1841
Erscheinungsjahr: ?
Aus: / I. Ernste Romanzen und Sagen
Referenzausgabe:
A. Kretzschmer: Deutsche Volkslieder mit ihren Original-Weisen, Bd. 1. Vereins-Buchhandlung, Berlin: 1840, S. 123-124.
Bemerkungen
Das Gedicht trägt die Nummer 68
Vorlage für den Text war »Nur noch einen Walzer«, aus »Deutscher Liederhort«, Dritte Auflage, Zweiter Band, Nr. 1023

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.