Zurück zur FA Hauptseite
Zurück zur vorigen Seite
Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß

Joseph Freiherr von Eichendorff

Trost

Es haben viel' Dichter gesungen
Im schönen deutschen Land,
Nun sind ihre Lieder verklungen,
Die Sänger ruhen im Sand.
5 Aber so lange noch kreisen
Die Stern' und die Erde rund,
Tun Herzen in neuen Weisen
Die alte Schönheit kund.
Im Walde da liegt verfallen
10 Der alten Helden Haus,
Doch aus den Toren und Hallen
Bricht jährlich der Frühling aus.
Und wo immer müde Fechter
Sinken im mutigen Strauß,
15 Es kommen frische Geschlechter
Und fechten es endlich aus.





Entstehungsjahr: vor 1838
Erscheinungsjahr: 1837
Aus: Gedichte 1831-1836
Referenzausgabe:
Hartwig Schultz (Bd. 1) / Wolfgang Frühwald (Bd. 2) / Brigitte Schillbach (Bd. 3): Joseph von Eichendorff. Werke in sechs Bänden, Bd. 1. Deutscher Klassiker-Verlag, Frankfurt: 1987, S. 341.
Bemerkungen
Erstdruck 1837 in »Deutscher Musenalmanach«, unter dem Titel »Trost«, S. 240 (=DV)
Ebenfalls 1837 in »Gedichte von Jospeh Freiherrn von Eichendorff« unter gleichem Titel, S. 122.
Das »und« in Vers 6 wurde ab »Gedichte von Jospeh Freiherrn von Eichendorff«, 1837, durch »um« ersetzt.

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.