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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß
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Johann Wolfgang von Goethe

[Zünde Licht an, o Knabe]

Zünde Licht an, o Knabe! - »Noch ist es hell, ihr verzehret
    Öl und Docht nur umsonst. Schließet die Läden doch nicht!
Hinter die Häuser verbarg sich die Sonne, nicht hinter die Berge,
    Noch ein halb Stündchen vergeht bis zum Geläute der Nacht!« -
5 Unglückseliger! geh und gehorche! Mein Mädchen erwart' ich,
    Tröste mich Lämpchen indes lieblicher Bote der Nacht.





Entstehungsjahr: 1788
Erscheinungsjahr: 1795
Fassung: Mittlere
Aus: / Römische Elegien 15
Referenzausgabe:
Karl Eibl: Johann Wolfgang Goethe. Sämtliche Werke, Briefe, Tagebücher und Gespräche, Bd. 1. Deutscher Klassiker-Verlag: 1987, S. 421.
Bemerkungen
Sogenannte »Horen-Fassung«, vergleiche die Handschriftenfassung »Erotica Romana«, 15. Elegie und die Fassung aus der »Sammlung von 1827«
Andere Fassungen in der Freiburger Anthologie:
Frühe Fassung: [Zünde Licht an, o Knabe] , entstanden 1788
Späte Fassung: [Zünde mir Licht an, Knabe] , entstanden 1788

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.