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Johann Wolfgang von Goethe

[Herbstlich leuchtet das Feuer gesellig vom ländlichen Herde]

Herbstlich leuchtet das Feuer gesellig vom ländlichen Herde,
    Knisternd glänzet sie rasch, sausend vom Reisig empor.
Diesen Abend freut sie mich mehr denn eh noch zur Kohle
    Sich das Bündel verzehrt, unter die Asche sich neigt
5 Kommt mein liebliches Mädchen dann wird erst Reisig u.[nd] Scheite
    Werden nicht gespart warm sei und glänzend die Nacht.
Morgen frühe geschäftig verläßt sie das Lager der Liebe
    Weckt aus der Asche behend' Flammen aufs neue hervor.
Denn das gab ihr Amor vor vielen andern die Freude
10     Wieder zu wecken wenn sie still wie zu Asche versank.





Entstehungsjahr: 1788
Erscheinungsjahr: ?
Fassung: Frühe
Aus: / Erotica Romana 10
Referenzausgabe:
Karl Eibl: Johann Wolfgang Goethe. Sämtliche Werke, Briefe, Tagebücher und Gespräche, Bd. 1. Deutscher Klassiker-Verlag: 1987, S. 412.
Bemerkungen
Frühfassung der »Römischen Elegien«
Andere Fassungen in der Freiburger Anthologie:
Mittlere Fassung: [Herbstlich leuchtet die Flamme vom ländlich geselligen Herde] , entstanden 1788
Späte Fassung: [Herbstlich leuchtet die Flamme vom ländlich geselligen Herde] , entstanden 1788

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.