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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß

Joseph Freiherr von Eichendorff

Nachts

Ich wandre durch die stille Nacht,
Da schleicht der Mond so heimlich sacht
Oft aus der dunklen Wolkenhülle,
Und hin und her im Tal
5 Erwacht die Nachtigall,
Dann wieder Alles grau und stille.
O wunderbarer Nachtgesang:
Von fern im Land der Ströme Gang,
Leis Schauern in den dunklen Bäumen –
10 Wirr'st die Gedanken mir,
Mein irres Singen hier
Ist wie ein Rufen nur aus Träumen.





Entstehungsjahr: vor 1827
Erscheinungsjahr: 1826
Aus: Gedichte 1816-1830
Referenzausgabe:
Hartwig Schultz (Bd. 1) / Wolfgang Frühwald (Bd. 2) / Brigitte Schillbach (Bd. 3): Joseph von Eichendorff. Werke in sechs Bänden, Bd. 1. Deutscher Klassiker-Verlag, Frankfurt: 1987, S. 264.
Bemerkungen
Erstdruck 1826 in der Sammlung »Joseph von Eichendorff, Aus dem Leben eines Taugenichts und das Marmorbild. Zwei Novellen nebst einem Anhange von Liedern und Romanzen« als Nr. 1 unter dem Zyklus-Titel »Nachtbilder«, S. 252
1837 in »Gedichte von Jospeh Freiherrn von Eichendorff« ebenfalls in einem Zyklus unter Nr. 1 unter dem Zyklus-Titel »Nachtwanderer«, S. 8 1841 in »Joseph Freiherrn von Eichendorff's Werke. Erster Theil. Gedichte« unter dem Titel »Nachts«, S. 7 (=DV)

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.