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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß

Joseph Freiherr von Eichendorff

Mittagsruh

Über Bergen, Fluß und Talen,
Stiller Lust und tiefen Qualen
Webet heimlich, schillert, Strahlen!
Sinnend ruht des Tags Gewühle
5 In der dunkelblauen Schwüle,
Und die ewigen Gefühle,
Was dir selber unbewußt,
Treten heimlich, groß und leise
Aus der Wirrung fester Gleise,
10 Aus der unbewachten Brust,
In die stillen, weiten Kreise.





Entstehungsjahr: 1812-1814
Erscheinungsjahr: 1837
Aus: Gedichte 1811-1815
Referenzausgabe:
Hartwig Schultz (Bd. 1) / Wolfgang Frühwald (Bd. 2) / Brigitte Schillbach (Bd. 3): Joseph von Eichendorff. Werke in sechs Bänden, Bd. 1. Deutscher Klassiker-Verlag, Frankfurt: 1987, S. 174.
Bemerkungen
Erstdruck 1837 in »Gedichte von Jospeh Freiherrn von Eichendorff« unter dem Titel »Mittagsruh«, S. 39 (=DV)

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.